Über unser ältestes Mitglied gibt es viel zu erzählen….


Franz Dittmar


Die DTK-Gruppe „Haseltal“ Steinbach-Hallenberg ist eine geschichtsträchtige
Gruppe der Thüringer Teckelei.


Unser  ältestes Mitglied der Gruppe ist Franz Dittmar- er wird 2012 seinen 95.Geburtstag feiern!  – er und seine Rauhhaarteckel-Zucht „vom Schnepfenstein“ ist vielen Dackelzüchtern in ganz Deutschland – wenn nicht sogar in ganz Europa bekannt. Wenn der rüstige und wortgewandte Teckelzüchter zu erzählen anfängt – dann schlägt er einen schnell in seinen Bann. Man merkt – hier spricht wirklich einer- der Geschichte gelebt und erlebt hat und der Rauhhaarteckel-Zucht seinen eigenen Stempel aufgedrückt hat.

Schon zu seiner Geburt am 3.Februar 1917 waren die Teckel seines Vaters dabei und standen sozusagen Pate. Er wuchs zusammen mit seinen Bruder als Sohn eines Försters in Tambach-Dietharz auf und schon als kleiner Junge faszinierten ihn die Rauhhaarteckel. Und er erzählte nicht ohne Stolz, dass bis auf die Zeit des Krieges immer Rauhhaarteckel seinen Lebensweg begleitet haben.


2 Förstersöhne 2010 in Altenburg: Günter und Franz Dittmar
(2010 waren Herr Günter Dittmar 84 Jahre alt  und Herr Franz Dittmar 93 Jahre)

Bald nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft kaufte er 1953 seine 1. eigene Rauhhaarhündin Aika von Mühlengrund – sie wurde eine der  Stammmütter der Zucht „vom Schnepfenstein“.

1953 gründete er zusammen mit anderen Teckelfreunden die Teckelgruppe „Tambach-Dietharz“ – wo er bis  zu 1957 auch 1. Vorsitzender war. Dann wechselte er zu unserer  Gruppe Steinbach-Hallenberg (aufgrund seines Umzugs nach Springstille). In dieser Gruppe begleitete er auch anfangs das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden und später war er 1.Vorsitzender und langjähriger Zuchtwart.

Seinen 1. Wurf hatte er 1955 – aus diesem Wurf behielt er „Aika und Anette vom Schnepfenstein“ .

 
            ( links: Aika v. Schnepfenstein 1960     Anette v. Schnepfenstein Winter 1963-64)


1957 heiratete er seine Frau Lina – eine Frau die ihn in allem unterstützte.


Frauchen mit ihren Lieblingen

 
Züchterstolz

Schon bald erkannte er sein Zuchtziel – welches er sein Leben lang verfolgte: Er wollte spurlaute Dackel – welche in den 60iger Jahren in der Rauhhaarzucht nur mangelhaft ausgeprägt waren- in seiner Zucht manifestieren. Dieses Ziel hat er erfolgreich über Jahre hinweg erreicht- so dass auch heute – viele Jahrzehnte später - Züchter mit Stolz auf ihre Schnepfensteiner Ahnen blicken.


Urian v. Schnepfenstein

Lange Jahre bestimmte er das Zuchtgeschehen der Rauhhaarteckel im Südthüringer Raum-
und im  gesamten Gebiet der ehemaligen DDR.

Erfolge in seiner Zucht sind zum Beispiel:


Rico v. Schnepfenstein war Mitteleuropasieger  in Brünn (CSSR) und  DDR –Sieger


LuxCh2001 LS2000 DtCh VDH 2002 DtVetCh VDH 2005
Orion v. Schnepfenstein
960544R   GTST.: 40/1998
Leistungszeichen: Sp St VPo.Sp BhFK 95 WA. T. BHP.G
Besitzer: Achim Brehme Jena
Bild gemalt v. Anne Nachtsheim 25451 Quickborn

Herr Dittmar hat auch in naher Vergangenheit Geschichte geschrieben- schon Anfang
Januar 1990 – kaum 2 Monate nach Grenzöffnung – deckte sein Rüde : Ratz vom Schnepfenstein 855326RT die westdeutsche Hündin Ixe vom Waschrain vom Ehepaar Dr. Wulf u. Sabine Krüger- welche in Begleitung des Tübinger Sektionsleiter und Zuchtwart Herrmann Goller den ersten DEUTSCH/DEUTSCHEN –Deckakt vollzogen. Über diesen Deckakt kann man auch im "Dachshund" 05/1990 auf Seite 113-114 einen ausführlichen Bericht lesen.
Nach jahrzehntelanger Trennung der deutsch-deutschen Teckelwelt war das die erste deutsch-deutsche Teckelverpaarung, woraus am 15.3.1990 der B-Wurf des Zwingers vom König-Karl-Stein fiel- eine Hündin daraus wurde dann später zur 1. Chorinsuche erfolgreich im 2.Preis geführt.*

*
aus: http://www.dachshundklub.de/dwh/aktuelle-berichte-des-jahres/281-11092010-grossartiger-dwh-erfolg-in-chorin




Die herausragende Leistung des Züchters wurde auch vom VDH gewürdigt.
 Als der 1. Züchter des ehemaligen DDR-Einzugsgebiets bekam er
2005 die VDH-Ehrennadel in Gold anläßig der CACIB in Erfurt überreicht.



Insgesamt blickt Herr Dittmar auf über 50 Jahre der Zucht zurück und hat nun das Glück – einen Teckelfreund Herrn Christoph Maenz , der ebenfalls aus Tambach-Dietharz  stammt gefunden zu haben – der seinen Zwinger in seinem Sinne weiterführen wird. Herr Maenz – ist seit 1994 Jagdscheininhaber und Teckelbesitzer. Herr Dittmar freut sich schon heute, in naher Zukunft wieder kleine Schnepfensteiner  in seinen Händen zu halten…. Wir wünschen dazu gutes Gelingen !




Einige Bilder aus den reichen Fotoschatz von Franz Dittmar:
 

   
 


Ulk v. Schnepfenstein
 


Etzel v. Schnepfenstein 1964
 

   
 


am Gartenzaun
 


Derby v. Schnepfenstein
(Enkel v. Olaf v.d. Dachsschlucht)
 

   
 


Eberhardt mit 4 Schnepfensteinern
 

   
 


Blanka v. Schnepfenstein 1963

 


Mikosch v. Schnepfenstein
 

   
 


Sächsische Landessieger 1995 : Hexe v. Schnepfenstein
V2 in offene Klasse  (Richterin Frau Preuss)
 

   
 
DDR Sieger in Leipzig 1987
V1 : Rico v. Schnepfenstein  DDR Sieger
V2: Ratz v. Schnepfenstein
V3: Kalle v. Spitterfall
( alle im Besitz von Franz Dittmar)

Spitze v. 26 vorgestellten Rüden
 
   


2 Schnepfensteiner Würfe 1960
und ein glücklicher Züchter
 


Kalle v. Spitterfall (444)

Im Schnepfensteiner Zwinger sehr viel als Deckrüde eingesetzt.
Toller Vererber in Schönheit und Leistung
bei einen Gewicht von 7,5kg
 

 


1962 als Jagdgebrauchsteckelzwinger offiziell anerkannt
 

 

   
 


-für unseren  Nachruf bitte aufs Bild klicken-

Die Gruppe trauert um Franz Dittmar , der am 27.06.14 nach kurzer schwerer Krankheit
im Alter von 97 Jahren von uns gegangen ist. 

 

   
                 

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